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Wissen Sie, was Sie wissen?

Vermutlich kennen Sie die Situation. Sie bewerben sich für eine neue Stelle und Ihr Gesprächspartner sagt: Erzählen Sie doch mal von Ihren Schwächen. Wenn Sie diese Hürde souverän gemeistert haben, sieht’s schon mal recht gut aus.

Wie aber reagieren Sie, wenn Sie nach Ihren Stärken, nach Ihren bisherigen Leistungen oder nach Ihren Erfolgen gefragt werden? Schaffen Sie das genauso locker? Sind Sie sich wirklich bewusst, was Sie im bisherigen Arbeitsleben schon alles geleistet und welche Wirkung Sie damit erzielt haben? Können Sie das in Ihren Bewerbungsunterlagen oder im Gespräch auf den Punkt bringen?

Nein? Dann kann ich Sie beruhigen: das geht den meisten so. Es scheint eine der Schattenseiten der Leistungsgesellschaft zu sein, dass wir nach einer gewissen Zeit unsere Leistungen als selbstverständlich betrachten und deshalb gar nicht mehr bewusst wahrnehmen. (Wenn Sie in einer Dienstleistungsaufgabe arbeiten, kennen Sie das vermutlich bestens: solange Sie gute Arbeit leisten, sagt niemand etwas; aber wehe, es passiert einmal ein Fehler …)

Wie schaffen Sie es also, sich Ihr Wissen, Ihre Fähigkeiten und Ihre bisherigen Leistungen (noch besser: Wirkungen) bewusst zu machen? Damit Sie diese in einem Be-Werbungs-Gespräch entsprechend präsentieren können? “Schwierig”, werden Sie jetzt vielleicht sagen. Aber nicht unmöglich!

Alexandra Grassler hat dazu einen ausgezeichneten Artikel in ihrem Weblog geschrieben: Wissensmanagement in eigener Sache – Aufbau eines Portfolios. Dort beschreibt Sie sehr umfassend und gleichzeitig in leicht umzusetzenden Schritten, wie Sie Ihr eigenes (Wissens-)Portfolio erarbeiten bzw. bewusst machen können.

In diesen Tagen bietet sich uns die ausgezeichnete Gelegenheit, zurück zu blicken und das alte Jahr abzuschliessen. Und uns gleichzeitig auf das neue vorzubereiten, neue Kräfte und neue Motivation zu tanken und dann im Januar wieder voller Elan ans Werk zu gehen. Vielleicht wollen Sie diese Tage nutzen, um sich Ihre Stärken anhand der Tipps von Alexandra Grassler bewusst zu machen.

Auch hier gilt: aller Anfang ist schwer. Aber wenn Sie die ersten Hürden genommen haben, werden Sie feststellen, dass es Ihnen Spass machen wird, Ihre Erfolge aufzuarbeiten (der Appetit kommt bekanntlich mit dem Essen). Vielleicht werden Sie so in Fahrt kommen, dass Sie kaum mehr aufhören wollen und ein richtig dickes Dossier erarbeiten. Freuen Sie sich darüber, geniessen Sie es und seien Sie stolz – Sie haben es verdient!

Aber … (das musste jetzt ja kommen): Niemand wird in einem Bewerbungsgespräch Zeit (und Lust?) haben, Ihnen während 2 oder mehr Stunden bei der detaillierten Schilderung Ihrer bisherigen Erfolge zuzuhören. Sie werden also nicht darum herum kommen, Ihr “internes” Inventar in eine “externe” Fassung zu bringen, d.h. auf das Wesentliche zu reduzieren.

Hier empfehle ich Ihnen die Verkürzung nach der SAR-Formel:

  • Situation: Situation, Herausforderung oder Umstand, die von Ihnen besondere Leistungen abverlangt haben
  • Aktion: Aktion oder Vorgehensweise, die Sie gewählt haben, um die Situation zu meistern, der Herausforderung gerecht zu werden
  • Resultat: messbares Resultat oder Ergebnis, das aufgrund Ihrer Aktion entstanden ist

Verdichten Sie so die Beschreibung der Leistungen, die Sie im Portfolio nach Alexandra Grassler erarbeitet haben, nach dieser Systematik und picken Sie sich die wichtigsten 5 heraus (”wichtig” im Sinn von “den Anforderungen der künftigen Stelle entsprechend”). So schaffen Sie es, Ihr Portfolio als Erfolgsinventar in eine präsentierbare und knackige Form zu bringen, die Ihre Gesprächspartner nicht langweilt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Ihre Qualifikationen in einer verständlichen Form zu präsentieren.

Das klingt vielleicht komplizierter, als es in Wirklichkeit ist. Verwenden Sie meine Arbeitsblätter, die ich Ihnen gerne und kostenlos (für den eigenen Gebrauch) zum Download zur Verfügung stelle:

Ich wünsche Ihnen dabei einerseits eine Portion Durchhaltewillen und andererseits viel Spass, Befriedigung und ganz viele wertvolle Erkenntnisse!

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