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Wie uns die Oma beim Lernen hilft – oder: Mit weniger Aufwand zu besseren Noten

Bei vielen Schülern und Studierenden gilt noch immer: „Mehr ist besser“. Ein fataler Irrtum!

Überfüllte Unis, G8 und ein marodes Bildungssystem stressen eigentlich schon genug. Aber zu allem Übel liefert auch die Lernpsychologie keine ermunternden Fakten, um sich auf das neue Semester/Schuljahr zu freuen. So haben wir 80 Prozent der Dinge, die wir lesen und lernen, nach 24 Stunden bereits wieder vergessen. Doch mindestens die Hälfte der Lernzeit könnt ihr euch sparen, wenn ihr die beiden Kardinalfehler des Lernens – eine fehlende Strategie und ein zu geringes Methodenwissen – vermeidet.

„Steter Tropfen höhlt den Stein“: Das gilt beim Lernen nicht!

Einfach drauflos lernen und sich den Stoff nur vorzusprechen ist keine gute Idee und letztendlich die Ursache für Prüfungsangst, weil einem der Überblick und die vielseitige Verarbeitung fehlt. Deswegen müssen wir die 10 Prozesse, wie in der „Bestnote“ beschrieben, flexibel auf die Prüfungsform anwenden. Dazu gehören u.a. das Verbalisieren, Strukturieren und Kodieren von Informationen. Durch diese Prozesse wird der Lernstoff umgeformt und damit leichter verständlich.

Ein Rezept gegen akademischen Wortsalat

Ein sehr einfacher Trick, um seine Konzentration im Unterricht bzw. in Vorlesungen zu erhöhen, ist es zum Beispiel, das Gesagte sofort innerlich mit einfachsten Worten zu wiederholen, sodass es selbst deine Oma verstehen würde. Damit zersprengt man den akademisch-verkomplizierenden Wortsalat. Leider trauen sich gerade junge Menschen oft nicht, eigene Worte zu finden. Aber habe keine Angst! Schalte deinen inneren Dolmetscher ein. Denn genau diese Fähigkeit, einen schwierigen Text in seine eigene Sprache zu übersetzen, trennt einen erfolgreichen von einem erfolglosen Lerner.

Mit doppelter Kodierung zu halben Aufwand

Ein weiterer gut anwendbarer Lerntrick ist die „doppelte Kodierung“. Schließe kurz die Augen und beschreibe 10 Dinge in deinem Bad…

… das geht gut, oder? Und du hast nie auch nur versucht, sie auswendig zu lernen!!!

Wenn wir eben diese fantastische visuelle Fähigkeit des Gehirns mit ins Lernen einbeziehen, dann können wir unsere Erinnerungsleistung vervielfachen. Kein Scherz, ich habe es an mir und meinen Seminarteilnehmern ausprobiert. Die Lernforschung berichtet sogar teilweise eine Verdrei- bis Vervierfachung der Behaltensquoten. Ich zeichne mir deswegen immer kleine, passende Bildchen und Skizzen direkt neben die Infos, die ich behalten will, und verbinde diese manchmal zusätzlich zu einer kuriosen Geschichte. Das aktiviert die Kreativität, emotionalisiert und bleibt so viel besser hängen. Probiere es aus!

Viele weitere Tipps und Tricks sowie konkrete Beispiele für „Visual Codes“, wie ich diese Lernicons nenne, findest du in der Bestnote.



[Quelle/Source (Link): Studienstrategie.de]