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Interview mit Axel Koch zur Transferstärke-Methode

Im Zuge des bevorstehenden Webinars haben wir ein Interview mit Axel Koch zur Transferstärke-Methode geführt.

Warum sollen sich Unternehmen um das Thema „Transfersicherung“ kümmern?

Ganz einfach, weil jeder selbst schon mal die Erfahrung gemacht oder bei anderen mitbekommen hat, dass die Inhalte von Seminaren trotz anfänglicher Begeisterung im Arbeitsalltag wieder in Vergessenheit geraten. Zeit und Geld war dann aber umsonst investiert. Da der Unternehmenserfolg am Ende klar auf kompetente und gut geschulte Mitarbeiter zurückgeht, ist es unabdingbar, dass einzelne Maßnahmen den gewünschten Weiterbildungseffekt und damit Nutzen bringen.

Woran scheitert denn häufig der Umsetzungserfolg?

Da gibt es zahlreiche verschiedene Gründe. Es kann an mangelnder Motivation liegen, weil ein Mitarbeiter zum Seminar „geschickt“ wurde. Oder am Seminardesign, das zu wenig den Arbeitsalltag der Teilnehmer abbildet und daher zu wenig praxisorientiert ist. Ein wichtiger Faktor ist auch das Desinteresse von Vorgesetzten an der Entwicklung ihrer Mitarbeiter. Wenn es den Vorgesetzten nicht interessiert, dann verliert auch der Mitarbeiter die Lust. Vor allem dann, wenn er wenig Zeit hat und ihn das Tagesgeschäft stark beansprucht. In meinem Buch „Die Weiterbildungsluege“ (www.weiterbildungsluege.de) habe ich all die Gründe zusammengefasst, die aufzeigen, warum Seminare nur Kapital vernichten.

Viele habe sich ja beklagt, dass die „Weiterbildungslüge“ viel Staub aufgewirbelt hat, aber zu wenig neue Lösungsansätze aufzeigt. Gibt es denn nun etwa Neues von Ihnen?

Ja. Die neue Perspektive ist, dass mir aufgefallen ist, dass zu wenig darauf geachtet wird, ob ein Seminarteilnehmer überhaupt die persönlichen Eigenschaften mitbringt, die es braucht, um den Praxistransfer erfolgreich zu meistern. Diese persönliche Kompetenz habe ich Transferstärke genannt. Heute besteht die Annahme, dass jeder, der in ein Seminar geht, diese Transferstärke als Fähigkeit mitbringt. Das ist aber nicht so. In den letzten drei Jahren Forschung an mittlerweile 1000 Probanden zeigt mir, dass nur 25 % die dreizehn Einstellungen und Fähigkeiten mitbringt, die in Summe die Transferstärke ausmachen. Meine Transferstärke-Methode erlaubt sichtbar zu machen, an welchen „Stellschrauben“ der einzelne „drehen“ kann, um seinen Umsetzungserfolg zu steigern und seine Transferstärke zu stärken. Die Transferstärke ist quasi analog zum Computer das psychologische Betriebssystem.

Noch eine Frage zum Schluss: Was passiert eigentlich, wenn jemand keine gut ausgeprägte Transferstärke hat?

Dann kann er durch die Transferstärke-Methode sichtbar bekommen, woran es liegt. Denn meistens weiß es der einzelne im Prinzip schon, ob der stark im Lerntransfer ist oder nicht. Meistens weiß das auch das Umfeld, wie z. B. Kollegen oder der Vorgesetzte. Jetzt besteht erstmals die Chance genauer nachzuschauen, woran es liegt und gezielt an den Punkten zu arbeiten, die einen hier stark machen. Denn die Psychologie hält hier eine Menge Know How und Techniken bereit. Man muss nur wissen, wann man es an der richtigen Stelle ansetzt. Durch die Transferstärke-Methode ist dies machbar. Die Transferstärke-Toolbox als Werkzeugkoffer hilft dabei. Sowohl dem Teilnehmer selbst, Vorgesetzten als auch Personalentwicklern und sogar Trainern. Letztere haben damit eine Chance transferstarke Trainingsdesigns zu konzipieren, die nicht nur auf den Bildungsbedarf, sondern auch die Transferstärke der Teilnehmer einbeziehen.

[Quelle/Source (Link): edutrainment company GmbH]