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Stryking-Gründer Dirk Weyel im Interview: “Der Wettbewerb für Online Games wird immer stärker”

Mittlerweile gibt es einige Player auf dem Online- und Mobile-Games-Markt. Doch Stryking Entertainment aus Berlin geht erstmals einen etwas anderen Weg, über die Einbindung von Markenunternehmen.

Stryking-Gründer Dirk Weyel verrät uns mehr über das spannende Konzept:

Herr Weyel, wie funktioniert das Prinzip von Stryking?

Der Markt für Online Games ist in den letzten Jahren stark gewachsen, insbesondere weil die meisten Games mittlerweile im free-to-play-Modell angeboten werden, die User also kostenlos und ohne Einstiegshürde spielen können. Somit ist die Anzahl der Menschen, die online spielen stark gewachsen. Und auch das Angebot an Spielen nimmt spürbar zu, was zu einem immer stärker werdenden Wettbewerbsumfeld führt und die User Acquisition Costs in die Höhe schnellen lässt.

Spieler verweilen immer kürzer bei einem Spiel und probieren neue Angebote aus. Um diesen beiden Trends entgegenzuwirken, setzen wir bei Stryking auf Projekte und Themen, die bereits existierende Fanbases ansprechen, wie zum Beispiel Racing- und Sportfans, und integrieren starke Marken sowie weitere Elemente in das Spielerlebnis, um die User Experience so spannend wie möglich zu gestalten und damit die Verweildauer der Spieler zu erhöhen. Mit der Einbindung von Consumer Brands mittels Sponsoring, Product Placement und Werbung erschließen wir zudem zusätzliche Monetarisierungsmöglichkeiten.

Stoßen solche gebrandeten Spiele auf die notwendige Akzeptanz bei den Nutzern?

Ja. Natürlich hängt es natürlich stark vom Spiel und der Spielumgebung ab. Wichtig ist, dass die Brands in den Kontext passen, also beispielsweise Original-Automodelle von BMW, Bugatti, Maserati etc. in unserem Online Racing Game „Auto Club Revolution“. Diese virtuellen Alter Egos der echten Automodelle können dann auch noch mit Original-Bremsen von Brembo oder Tuningteilen von ABT gepimpt werden. Diese Art der Einbindung erhöht die Glaubwürdigkeit und bietet damit einen echten Mehrwert für den Spieler. Natürlich wären Coca-Cola-Dosen oder Haribo Gummibärchen in einem Fantasy-Onlinerollenspiel weniger passend.

Es ist wichtig, dass das Spiel überzeugt und spannende Unterhaltung für die User bietet, damit eine aktive Community aufgebaut werden kann – auch ohne bekannte Marken. Wenn das gewährleistet ist, kann die gezielte Einbindung von Marken und weiteren kontext-bezogenen Inhalten zu einer Erweiterung des Spielerlebnisses führen und damit die Motivation erhöhen, immer wieder zum Spiel zurückzukehren. Um beim Beispiel Auto Club Revolution zu bleiben, wir werden zukünftig unter anderem auch redaktionelle News aus der Racing- und Motorsport-Szene und einen Video-Player für user generated content und professionelle Video-Spots, redaktionelle Einspieler, Developer Videos etc. integrieren.

Wir wollen Features und Angebote einbauen, die über das reine Gameplay hinausgehen und somit interaktive Unterhaltungsplattformen schaffen, die die Community langfristig binden.

Stryking wurde in Berlin aufgebaut. Noch vor wenigen Jahren war die hiesige Gaming-Anbieterszene kaum bekannt, das hat sich deutlich gewandelt. Warum haben Sie sich für den Standort Berlin entschieden?

Ich habe bereits vor 7 Jahren mein letztes Unternehmen, Frogster Interactive, in Berlin gegründet. Damals zusammen mit meinem Partner als Management Buy-Out einer deutschen Tochtergesellschaft eines französischen Games-Publishers. Und die Standortwahl nie bereut.

In den letzten Jahren hat sich in der Tat einiges getan in der Berliner Gamesszene, was zum einen sicher mit dem sehr guten Umfeld in Berlin für Start-ups überhaupt zu tun hat, aber auch damit, dass die deutsche Gamesbranche durch die Vorreiterrolle im Browsergamesbereich insgesamt deutlich an Stärke gewonnen hat – was zwangsläufig auch zu mehr Unternehmensgründungen führt.

Wie schaut die internationale Gaming-Gemeinschaft mittlerweile auf Deutschland und die Hauptstadt?

Dirk Weyel

Berlin ist im Moment sicher die StartUp-Hauptstadt Europas und damit international in aller Munde. Gaming-Startups sind zwar nur ein kleiner Teil der gesamten Internetszene, aber der allgemeine Hype färbt auch auf die Gamesbranche ab.

So kann man beobachten, dass auch immer mehr Deutschland-Büros internationaler Games-Entwickler und/oder -Publisher in Berlin entstehen und nicht mehr nur in München, Hamburg oder Frankfurt sitzen wie noch vor einigen Jahren.

Deutschland hat sich als Games-Standort in den letzten Jahren großen internationalen Respekt verschafft, insbesondere durch das rasante Wachstum und die international marktführende Rolle von Unternehmen wie Bigpoint, Gameforge, Wooga, Frogster oder Travian.

Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang Messen wie die gamescom, auch wenn diese ja nach wie vor in Köln stattfindet?

Messen wie die GamesCom sind sehr wichtig für eine naturgemäß sehr internationale Branche, weil man innerhalb von wenigen Tagen interessante Ansprechpartner, bestehende sowie neue Geschäftskontakte aus aller Welt an einem Ort treffen kann. Das heißt, die Reisekosten die man durch eine solche Messe spart kann man ruhig in aufwändige Messeauftritte investieren :-) Köln als Standort für die GamesCom hat sich etabliert, auch wenn ich mir durchaus vorstellen könnte, dass die GamesCom auch Berlin gut zu Gesicht stehen würde.

Was viele Leser insbesondere bei StartUps aus der Spielebranche interessiert: Sucht Stryking noch nach personeller Unterstützung?

Ja, wir bauen gerade ein Team für die Entwicklung unseres ersten eigenen Projekts auf und suchen noch nach Verstärkung für unser Publishing-Team. Wir freuen uns über Bewerbungen von kreativen und leidenschaftlichen Technik-Gurus, Marketing-Helden und Digital Natives.

Als innovatives StartUp bieten wir viel Raum für Eigeninitiative, flexible Arbeitsabläufe und ein kollegiales Arbeitsklima. Weitere Informationen zu den einzelnen Stellenangeboten sind auf unserer Website unter www.stryking.com/jobs zu finden.

[Quelle/Source (Link): MeinStartup.com]