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Besserwisser – 6 Strategien zum Umgang

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Wir kennen sie alle: Menschen, die immer meinen, immer Recht haben zu müssen. Menschen, die grundsätzlich das letzte Wort haben möchten. Menschen, die alles kommentieren müssen und es einfach besser wissen als der Rest der Welt.

Ich zum Beispiel habe auch eine solche Freundin bei mir im Freundeskreis. Sie kommentiert jeden Satz, sie korrigiert alles, was man sagt, und ist wirklich davon überzeugt, dass sie die einzige Wahrheit kennt. Und dann sitzt man daneben und wird richtig hilflos – und auch mal wütend, zum Beispiel, als sie meinem Freund letztens sagen wollte, an welchem Datum er Geburtstag hat. „Nein, der 21. Januar ist es nicht. Auf keinen Fall, du hast doch am 19. Januar Geburtstag!“ Grmpf!

Nun gut, in diesem Fall kann man dann ja immerhin den Personalausweis als Beweis zücken, aber oftmals gibt es auch Situationen, in denen sich die echte Wahrheit nicht so einfach beweisen lässt. Und dann nervt diese Besserwisserei erst recht.

Und Besserwisserei kann auch nerven, wenn grundsätzlich alles, was man sagt und sich überlegt, immer erst mal kritisiert wird, weil der andere es nämlich grundsätzlich besser weiß und besser kann.

Was kann man da machen? Welche Möglichkeiten habe ich zu reagieren? Oder ist es vielleicht gar nicht so klug, überhaupt zu reagieren?

Ich glaube, das entscheidet man, je nachdem, wie man selbst so drauf ist. Der eine versucht es dann mit einem klärenden und gewaltfreien Gespräch, der nächste lässt einfach alles an sich abprallen, der dritte nimmt es mit Humor und wieder der nächste nutzt die Chance, um sich selbst im Besserwissen zu messen.

Wir haben mal ein paar Strategien zusammengestellt, die für Sie interessant sein könnten. Einige der Tipps werden Ihnen persönlich unattraktiv, gemein oder kindisch … und vielleicht auch nicht immer gewaltfrei vorkommen. Wählen Sie einfach die Variante, die für Sie am besten passt. Denn jeder hat eine andere Art zu kommunizieren und zu handeln. Und manchmal darf man entgegen dem, „was man eigentlich machen sollte“ auch mal seine Gefühle herauslassen und das machen, was einem gerade guttut – auch wenn es nicht die feine englische Art ist.

Strategie 1: Wenn Sie wie Buddha reagieren (bzw. nicht reagieren) möchten

Wann diese Strategie Sinn macht: bei lapidarer Rechthaberei, die Sie nicht weiter persönlich trifft bzw. verletzt.

Beispiel: Sie haben gemeinsam mit Ihrer Kollegin Ingrid am 02.01.2008 angefangen, in Ihrem Betrieb zu arbeiten. Sie wissen also hundertprozentig, dass Ingrid seit über 3 Jahren Mitarbeiterin im Betrieb ist. Ihr Kollege Jens, der immer alles besser wissen muss, ist sich hingegen sicher, dass Ingrid erst seit etwas mehr als 2 Jahren in Ihrem Betrieb arbeitet. Und will Ihnen partout nicht glauben.

Voraussetzung: Für diese Strategie brauchen Sie ein dickes Fell und innere Gelassenheit.

Strategie: Wer groß ist, braucht sich nicht mit Kleinkram herumzuärgern. Größe zu zeigen, das bedeutet für mich, die Gelassenheit zu haben, dass man nicht um jeden Preis aus einer Diskussion als Sieger herausgehen will. Ganz getreu dem Motto „Der Klügere gibt nach!“. Auch wenn Sie ganz sicher wissen, dass Sie auf jeden Fall Recht haben – belassen Sie es doch einfach dabei. Nehmen Sie die Aussage Ihres Kollegen nicht so ernst und vor allem nicht persönlich. Vielleicht können Sie ein kleines Gelassenheitsritual etablieren, z. B.

  • Zählen Sie rückwärts von 10 bis 0.
  • Atmen Sie 5x tief durch.
  • Und dann sagen Sie sich so etwas wie: „Ja, es ist gut, wie es ist. Keiner ist perfekt. Ich nicht und … auch nicht. Der liebe Gott liebt auch die Besserwisser.“
  • Lassen Sie dem Besserwisser einfach seine Meinung, lächeln Sie in sich hinein und machen Sie bei dem weiter, was Sie vorher gemacht haben. Und wenn er nicht aufhört, verlassen Sie für einige Minuten den Raum und wechseln dann zu einem anderen Thema.

Vorteil: Sie haben schnell wieder Ihre Ruhe – und das ganz unkompliziert, ohne Stress und langwierige Diskussionen.

Nachteil: Sie müssen Ihren Ärger herunterschlucken, falls Sie denn welchen empfinden. Und dann besteht die Möglichkeit, dass Sie irgendwann platzen. Zudem hilft diese Methode eher nicht vorbeugend gegen neue Besserwisser-Attacken.

Strategie 2: Wenn Sie wie Marshall B. Rosenberg reagieren möchten

Marshall B. Rosenberg ist bekannt als Begründer des Konzepts der Gewaltfreien Kommunikation. Bei dieser Grundhaltung steht eine wertschätzende Beziehung im Vordergrund. Mehr dazu

Wann diese Strategie Sinn macht: immer.

Beispiel: Es ist Teamwork angesagt. Sie haben gemeinsam mit drei Kollegen die Aufgabe bekommen, ein Konzept auszuarbeiten, wie Sie Ihren nächsten Messeauftritt gestalten möchten. Sie haben sich viele Gedanken gemacht und bringen tolle Vorschläge ein, aber Claudia, die immer alles besser weiß, zerreißt einen Vorschlag nach dem nächsten. Nicht gut genug, nicht einfach genug umzusetzen, nicht innovativ genug.

Voraussetzung: Sie brauchen Einfühlungsvermögen und den festen Wunsch, zu einer friedlichen Lösung zu gelangen. Außerdem brauche Sie den Mut, Ihre Gefühle und Bedürfnisse offen auszusprechen.

Strategie: Wenn Sie auf das obige Beispiel wie Marshall B. Rosenberg reagieren möchten, dann müssen Sie zunächst das Gespräch mit Ihrer Kollegin Claudia suchen. Natürlich fernab von den anderen Kollegen, eben nur unter vier Augen.

Das Grundmodell der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg geht von 4 Schritten aus: Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte.

Das bedeutet, übertragen auf die geschilderte Situation, dass Sie ohne zu bewerten oder zu interpretieren nun Ihre Beobachtung feststellen:

„Ich habe mir viele Gedanken über den Messeauftritt gemacht. Viele der Vorschläge, die ich mir überlegt habe, sind bei dir nicht gut angekommen.“

Im zweiten Schritt äußern Sie das Gefühl, das Sie persönlich dabei haben, ohne Schuldzuweisungen und Vorwürfe:

„Ich fühle mich schlecht. Und ich bin auch ein bisschen verletzt …“

Dann schildern Sie das Bedürfnis, das aus Ihrem Gefühl entsteht:

„… weil ich gehofft hatte, den Messeauftritt mit meinen Vorschlägen maßgeblich voranbringen zu können.“

Und dann öffnen Sie sich und Ihrem Gegenüber die Möglichkeit, eine Lösung zu finden, bzw. bitten Sie um eine konkrete Handlung:

„Ich wünsche mir, dass wir meine Vorschläge ganz konstruktiv diskutieren können und gemeinsam nach Lösungen suchen.“

Vorteil: Sie gehen nicht auf Konfrontationskurs, sondern maximieren durch gelebte Offenheit die Möglichkeiten, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Die Karten liegen auf dem Tisch. Sie haben den Weg für eine Veränderung initiiert.

Nachteil: Es gibt viele Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei Ihrem Gegenüber. Wenn derjenige nämlich nicht zuhören möchte, dann kommt auch diese Form der Kommunikation an ihre Grenzen.

Strategie 3: Wenn Sie wie Sherlock Holmes an die Sache herangehen wollen

Wann diese Strategie Sinn macht: immer, wenn man auf der Suche nach der Wahrheit ist.

Beispiel: Ihr Schwager Klaus ist mal wieder am Schwafeln. Das kann er stundenlang machen. Alles weiß er, alles weiß er besser. „Light, light, light. Alle meinen immer, jetzt alles in der ‚light‘-Version kaufen zu müssen. Cola, Käse, Salami. So ein Schwachsinn, hat nämlich auch Kalorien. Und dafür dann aber meistens mehr Kohlenhydrate! SO kannst du deine Diät auch vergessen“, „Typisch deutsche Küche? Denkste! Die Kartoffel kommt doch ursprünglich aus Amerika und die Zwiebeln hier aus dem Nahen Osten“, „Ja, du glaubst ja immer noch, dass die Amerikaner die Ersten auf dem Mond waren! So ein Quatsch, das ist doch alles eine riesengroße Verschwörungstheorie!“

Voraussetzung: Sie müssen Interesse daran haben, die Wahrheit herauszufinden. Sie müssen sich einmal von Ihrer ganz persönlichen Wahrheit freimachen. Und Sie müssen gut zuhören!

Strategie: Ja, es gibt Menschen, die immer meinen, alles besser wissen zu müssen. Und manchmal sind sie damit klar im Unrecht. Aber manchmal haben sie auch Recht! Und wenn sie tatsächlich Recht haben, dann wäre es doch schade, ihnen nicht zu glauben, oder? Also stellen Sie doch mal gezielte Fragen, die den Wahrheitsgehalt einer Aussage näher beleuchten:

  • Weißt du das genau?
  • Wieso glaubst du das?
  • Woher weißt du das?
  • Woran erkennt man denn, dass …?
  • Hast du ein Beispiel?
  • Hast du das selbst schon einmal ausprobiert?
  • Hast du es mit eigenen Augen gesehen?
  • Lass uns mal schauen, was Wikipedia dazu sagt …
  • usw.

Vorteil: Sie zeigen ehrliches Interesse an der Wahrheit. Sie öffnen sich für Ideen, öffnen Ihren Horizont für neues Wissen und neue Ansichten. Sie zeigen, dass Ihnen die Wahrheit wichtiger ist, als um das Rechthaben zu kämpfen.

Nachteil: kaum Nachteile, außer dass Ihr Gegenüber vielleicht sauer wird, weil sie es in Frage stellen und vielleicht dumm dastehen lassen. Und Sie müssen es schaffen, von Ihrem Anspruch, Recht zu haben, wegzukommen.

Strategie 4: Wenn Sie es besser wissen und das auch zeigen möchten

Wann diese Strategie Sinn macht: Am besten, wenn Sie es wirklich besser wissen. Aber wer es nicht besser weiß und trotzdem auf einen Kampf der Titanen aus ist – bitte schön!

Beispiel: Immer mal wieder kursiert im Internet eine Umfrage, an der man teilnehmen kann. Diese Frage besteht nur aus einer einzigen Rechenaufgabe:

1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 x 0 = ?

Antwort 1: 0

Antwort 2: 14

Antwort 3: 16

Antwort 4: 17

Und da man z. B. bei Facebook auch sehen kann, wer was geantwortet hat, macht sich Ihr Kollege Tjark gerade mal wieder über andere lustig. „Oh Mann, sind die alle dämlich, das kann doch wohl nicht wahr sein. Ist doch x 0! Ist doch klar, dass da 0 rauskommt. 1 x 0 = 0 und 5.230.957 x 0 = auch 0. Dafür braucht man doch nun wirklich kein Genie zu sein! Da fragt man sich doch, was die heutzutage in der Schule eigentlich noch lernen, wenn mehr Menschen falsch klicken als richtig!“

Voraussetzung: Sie müssen wirklich Ahnung haben – und das auch durch fundiertes Wissen beweisen können. Wenn Sie einfach so mit Thesen um sich werfen, die aber alle für sich nicht stimmen, dann sind Sie auch nur ein falscher Fuffziger.

Strategie: Wenn es um ein Thema geht, von dem Sie viel Ahnung haben, dann überzeugen Sie doch ruhig damit. Teilweise ist das unangenehm, weil man nicht als Besserwisser dastehen möchte, manchmal ist es aber auch einfach angebracht, jemanden über die „Wahrheit“ zu informieren. „Tjark, du liegst falsch. Schau mal, die richtige Antwort ist 14. Erinnerst du dich, damals, Punkt vor Strich? Also erst den letzten Teil, also 1 x 0 rechnen, das ergibt natürlich 0. Und dann sieht die Aufgabe noch so aus: 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 1 + 0 = ? Achtung, da steckt noch ein Minus drin. Aber so kommst du dann auch auf 14. … So verwunderlich ist es also gar nicht, dass die Antworten so unterschiedlich ausfallen, oder? Ist ja immerhin auch eine wirklich fiese Frage!“

Ob Sie daraus eine Belehrung machen und Ihrem Gegenüber damit richtig eins auswischen möchten, bleibt natürlich Ihre Entscheidung. Aber ich denke, es reicht schon, den Besserwisser zum Schweigen zu bringen, wenn es ein höflicher Hinweis bleibt und Sie sich nicht auch noch darüber lustig machen.

Vorteil: Sie können durch Wissen überzeugen. Und das auf eine nachhaltige und vorbeugende Art und Weise. Denn wenn Sie damit den Besserwisser still kriegen, dann hinterlässt das Eindruck. Und vielleicht überlegt sich der Besserwisser nächstes Mal etwas genauer, ob er es wirklich besser weiß und damit auch noch hausieren geht.

Nachteil: kein Nachteil. Sie müssen nur aufpassen, dass Sie nicht selbst irgendwann der Besserwisser sind, von dem andere genervt sind.

Strategie 5: Wenn Sie gerne naiv-provokant reagieren möchten

Wann diese Strategie Sinn macht: wenn es sich um lapidares Gerede oder um Stammtischparolen handelt.

Beispiel: Ein Bekannter fängt bei einem Kneipenabend an, sein Wissen über ein nicht anwesendes Pärchen zu streuen, das er selbst nur oberflächlich kennt: „Ach ja, Petra und Uwe, ich denke, die wollten sich doch scheiden lassen? … Na ja, komm, Petra versucht doch schon seit 4 Jahren schwanger zu werden. Ich habe gehört, es liegt an ihm, dass daraus nichts wird … Ja, so viel ich weiß, war sie ja in den letzten Monaten eh nicht treu, als ich letztens in der Kneipe war, haben die am Nebentisch gerade darüber gesprochen, dass Petra beim letzten Schützenfest …“ Gefährliches Halbwissen, mit lauter Ausschmückungen, die kein Mensch braucht. Und für Sie unerträglich. Denn Sie verbindet eine engere Freundschaft mit den beiden und Sie wissen aus erster Hand um deren Probleme und Nicht-Probleme. Das wollen Sie hier natürlich nicht auf den Tisch bringen. Und ein „Ist gut jetzt, du hast doch keine Ahnung“ hat bei Ihrem Bekannten noch nie gefruchtet … Was tun?

Voraussetzung: Sie haben Humor und wollen mit Ihrer gut gespielten Naivität und einer Portion Ironie andere Leute provozieren.

Strategie: Manchmal hat man ja das Gefühl, dass Besserwisser etwas einfach behaupten möchten, um damit zu provozieren. Wenn Sie sich aber nicht provozieren lassen, dann verlieren sie ganz schnell den Spaß. Und wenn Sie selbst keine Gegenposition liefern, dann gibt es auch keinen Anlass für stundenlange Diskussionen. Was richtig nerven kann, und den Besserwisser in seinen Ausführungen enorm verunsichert, ist, wenn Sie einfach, während der Besserwisser noch über sein Thema referiert, ständig nicken und ihn mit vielen wohlplatzierten Formulierungen, wie z. B.: „Ach was, das ist ja ein Ding“, „Nee, tatsächlich?!“, „Boah, Mensch, du weißt wirklich eine Menge“ – unterbrechen. Und das mit einer zuckersüßen Stimme. Und wenn dann ein „Sag mal, veräppelst du mich gerade?“ darauf zurückkommt, dann fragen Sie doch ganz entspannt zurück „Nee, du, wie kommst du denn darauf?“ …

Vorteil: Der Besserwisser wird schnell genervt sein und sich nicht ernst genommen fühlen. Und dann entsprechend schnell aufhören. Dabei waren Sie doch nur nett … ;-)

Nachteil: Passen Sie auf, wann Sie diese Strategie nutzen. Vielleicht möchte Ihnen jemand durch sein schlaues Gerede gefallen. Dann ist es wahrscheinlich, dass Sie ihn damit verletzen und schnell einen Schritt zu weit gehen. Aber wenn Ihr Gegenüber schmerzfrei ist, braucht er es vielleicht auf die harte Tour.

Strategie 6: Wenn Sie der spielerische Typ sind

Wann diese Strategie Sinn macht: Wenn Sie ganz sicher wissen, dass der andere im Unrecht ist und Sie 100%ig sicher sind, dass Ihre Meinung die richtige ist.

Beispiel: Sie erzählen gerade von Ihrer letzten Reise nach Thailand. Wie schön es dort war, vom Wetter und von Ihren Reisen. Angefangen in Bangkok, dann hoch in den Norden zum Goldenen Dreieck und dann noch einmal für eine Woche runter in den Süden auf die Insel Koh Mak. Besonders die Ecke ums Goldene Dreieck hat Ihnen gefallen, das Grenzgebiet, an dem sich Thailand, Laos und Burma treffen. Schade nur, dass Sie mal wieder in Ihrem Erzählfluss gestört werden, weil Ihr Nachbar Joachim zu allem seinen Senf dazugeben muss und das natürlich anders sieht. Und zack, zettelt der alte Rechthaber eine Diskussion an, welche Länder zur Region am Goldenen Dreieck gehören …

Voraussetzung: Sie müssen sich 100%ig sicher sein, dass Sie Recht haben.

Strategie: Schlagen Sie eine Wette um das umkämpfte Thema vor. Das zeigt, wie ernst es Ihnen um Ihr Recht ist. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Der Wetteinsatz ist geringSagen wir mal, Sie wetten um 1,– €, dass das Goldene Dreieck eine Region im Grenzgebiet von Laos, Burma und Thailand ist. Dann wird Ihr Kollege die Wette annehmen und Sie müssen dann die Wahrheit herausfinden: z.B. im Internet recherchieren oder einen Atlas zur Hilfe nehmen.-> Joachim blamiert sich vor allen anderen mit seiner fälschlichen Rechthaberei und Sie verdienen 1,– €.
  2. Der Wetteinsatz ist hoch, aber auf jeden Fall noch realistischWenn Sie mit Joachim um 50,– € wetten, wird er selbst ins Zweifeln kommen. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus würde ich sagen, dass 80 % der Besserwisser an dieser Stelle abspringen und dann doch damit eingestehen, dass sie es nicht besser wissen, sondern es allenfalls besser vermuten.-> Sie haben dann Ihr Eingeständnis bekommen, aber er hat sich zumindest nicht vor den anderen blamiert.

Sollte Joachim dazu bereit sein, die Wette anzunehmen, dann versichern Sie sich vorher ruhig noch einmal, dass der Wetteinsatz auch tatsächlich eingelöst wird. Und wenn er zustimmt (und Sie sich sicher sind), dann freuen Sie sich! … denn dann haben Sie ja sogar noch 50,– € verdient.

Vorteil: Sie haben Ihren Widersacher mundtot gemacht. Vielleicht überlegt er beim nächsten Mal ein bisschen besser, ob er mit Ihnen einen „Recht-Streit“ anfängt oder nicht.

Nachteil: Das ist keine charmante Art. Sie stellen sich hier vielmehr als ebenso fiesen Besserwisser dar. Andererseits … wenn man es nun mal wirklich besser weiß, dann sollte das ja in Ordnung sein …! Zu einem echten Problem wird es, wenn Sie trotz 100%iger Sicherheit doch im Unrecht sind. Denn das ist wirklich, wirklich unangenehm. Und dann gilt: Nehmen Sie es mit Humor!

So, das waren nun einige Möglichkeiten, wie Sie mit Rechthabern und Besserwissern umgehen können. Und ja, es gibt hier durchaus Vorschläge, die nicht einfach nur nett und höflich sind. Aber immer Recht haben zu wollen ist ja auch nicht immer nett und höflich …

Was sind Ihre Ideen? Wie reagieren Sie auf Besserwisserei? Oder fällt Ihnen vielleicht ein toller Spruch ein, mit dem man jeden Besserwisser ganz unkompliziert zum Schweigen bringen kann? Dann immer her damit, wir freuen uns auf Ihre Ideen!

© Zeit zu leben

[Quelle/Source (Link): Besserwisser – 6 Strategien zum Umgang]

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