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Neu hervorgeholt: Ihre persönlichen Stärken – eine Bestandsaufnahme

staerken aufdecken

Haben Sie schon mal überlegt, was Sie ausmacht? Was Sie super, ganz gut, passabel oder überhaupt nicht können? Was Sie gern intensivieren oder neu lernen möchten?

Wenn Sie sich noch nie so recht damit auseinander gesetzt haben, dann befinden Sie sich in bester Gesellschaft: Leider ist es fast die Regel, dass sich Leute gar nicht mit sich selbst beschäftigen. Das heißt, dass sie sich auch gar nicht dessen bewusst sind, welche Qualitäten sie haben oder auch, wo es vielleicht Defizite gibt, die auch schon mal ein Hindernis darstellen können. 

Welche Stärken habe ich?

Eine gute Möglichkeit, sich da heranzutasten, ist es, sich mal hinzusetzen und in Ruhe aufzuschreiben:

  • Meine fachlichen Stärken: Was kann ich gut/was weiß ich/welche Erfahrungen habe ich, die in meinem aktuellen Beruf vorteilhaft sind?
  • Meine persönlichen Stärken: Welche Eigenschaften/Kenntnisse/Fähigkeiten habe ich?

Tipp: Machen Sie es sich noch etwas schwerer: Nehmen Sie sich vor, mindestens 15 Stärken zu finden. Gerne auch mehr!

Wichtig: Begnügen Sie sich nicht damit, irgendwelche allgemeinen Begriffe runterzurattern (zuverlässig, kommunikativ, …), sondern schreiben Sie eine Begründung oder Ihre eigene Definition mit dazu.
Denn nur so können Sie konkret sagen, was Sie meinen, wenn Sie sich als zuverlässig ansehen. Außerdem fallen Ihnen andere Begriffe ein, die vielleicht noch besser passen bzw. die dazu gehören und quasi weitere Qualitäten zeigen.

Ich bin halt so: Das ist doch keine Stärke

Manche Menschen tun sich schon mit dem Wort “Stärke” schwer – weil sie einen sehr strengen Maßstab haben (“das kann ich gut, aber nicht so gut, dass ich gleich sagen würde, es ist eine Stärke von mir”) oder auch weil es etwas ist, das sie eben einfach können oder immer schon so waren.

Bevor Sie sich also frustriert die Haare raufen: Wenn Sie sich schwer damit tun, irgendwelche Stärken zu benennen, dann ändern Sie einfach die Fragestellung so ab, dass Sie sich wohl damit fühlen.

Dann gibt es eben unterschiedliche Kategorien:

  • Das kann ich ganz gut …
  • Das sagen andere über mich/dafür bekomme ich oft Komplimente …
  • Das ist mir wichtig …
  • Diese Eigenschaften habe ich …

Schwächen

Genau wie bei den Stärken: Klammern Sie sich nicht ans Wort. Was gemeinhin unter Schwächen fällt, muss gar keine “Schwäche” sein. Vielleicht ist es eine Sache, die Sie selbst gern noch besser können würden oder etwas, wo Sie merken, da haben Sie nicht immer recht die Kontrolle drüber (zum Beispiel ein bestimmtes Verhalten wie jähzornig sein oder schnell Selbstzweifel bekommen). Vielleicht ist es aber auch etwas, wo Sie sagen: Neenee, da müsste/möchte ich schon gern was machen.

Also machen Sie mal Nägel mit Köpfen:

  • Was würden Sie als Schwäche bezeichnen/wo haben Sie Ihrer Meinung nach Defizite?
  • Was möchten Sie gerne intensivieren/besser können?

Wichtig: Seien Sie auch hier konkret: Überlegen Sie sich genau, was Sie mit dieser Sache meinen. Was verstehen Sie darunter? Was sind Beispiele dafür aus Ihrem Alltag?

Denken Sie auch immer daran: Jeder Mensch ist sehr differenziert. Sie können faul (im Haushalt) UND fleißig (für Kunden) sein, Sie können gut mit Geld umgehen können (in der Arbeit) UND es verprassen (privat), Sie können Fehler tolerieren (bei anderen UND sie überhaupt nicht leiden können (bei sich selbst).
Schauen Sie genau hin! – Bemerken Sie es auch, wenn Sie sich in bestimmter Hinsicht selbst abstempeln bzw. in eine Schublade gesteckt haben (“Ich bin halt so …”, “Das konnte ich noch nie …”).

Wie sind Sie als Mensch?

  • Welche Eigenschaften möchten Sie gerne mit sich in Verbindung gebracht haben? Stimmen diese damit überein, wie Sie “sind”, wie Sie sich nach außen geben?
  • Welche fünf Eigenschaften charakterisieren Sie/wie würden Sie sich aktuell beschreiben?
  • Wie wären Sie gerne? Warum?
  • Wo sind Unterschiede zwischen “ist” und “soll”?

Seien Sie auch hier möglichst genau: Belassen Sie es nicht bei allgemeinen Begriffen, sondern werden Sie konkret: Was genau meinen Sie damit? Was ist Ihre Definition davon? Wo stehen Sie?

Alles in sich aufnehmen – und sehen, was Sie tun möchten

Lassen Sie Ihre Bestandsaufnahme auf sich wirken. Wie waren die Fragen für Sie? Was fiel Ihnen leicht? Was nicht? Wo waren Sie selbst erstaunt? Wie ist es so für Sie, diese Bilanz zu sehen?

  • Worauf sind Sie stolz? Was gefällt Ihnen?
  • Was hat Sie traurig gemacht oder unruhig, endlich etwas
  • Bestimmtes anzugehen?
  • Was hat Sie sehr gefreut?
  • Vielleicht möchten Sie auch mit Freunden und Kollegen darüber sprechen und sich austauschen.

Und natürlich: Greifen Sie sich ein, zwei Dinge heraus, die Sie gerne vertiefen, sich aneignen oder einfach angehen möchten. Was ist das? Wie werden Sie vorgehen?

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