[ki:]®Echo

You Are Viewing

A Blog Post

Chefsessel: Immer jünger, immer kürzer

Die obersten Chefs in internationalen Unternehmen werden immer jünger und haben eine immer kürzere Verweildauer in ihrem Job, so das Ergebnis einer Untersuchung der Strategieberatung Booz & Company, die jährlich die Nachfolge der CEOs in den 2.500 weltgrößten börsennotierten Unternehmen untersucht. Dabei werden die Chefs – vor allem in Deutschland – immer jünger, treten aber auch in immer jüngeren Jahren wieder ab. Lag 2010 die durchschnittliche Verweildauer auf dem CEO-Posten im Schnitt bei 6,1 Jahren, waren es 2003 noch zwei Jahre mehr. Heute tritt der Unternehmenslenker im Schnitt mit 55,4 Jahren ab, 2003 lag das Durchschnittsalter der Abgänger noch beim 58,6 Jahren. Dabei werden die CEOs nicht unbedingt gefeuert – dies traft 2010 nur auf rund 20 Prozent der deutschen CEOs zu. Vielmehr sorgen kurze Verträge mit einer Laufzeit von häufig nur drei bis fünf Jahren für diese Fluktuation. Ein Trend, der den vielfach eingeforderten Bemühungen nach langfristigen Unternehmenserfolgen zuwiderläuft, denn vor allem kurze Amtszeiten motivieren eher dazu, die eigene Person zu optimieren statt das Unternehmen, für das man tätig ist, so die Experten. Auch seien selbst fünf Jahre ein viel zu kurzer Zeitraum, um in einem Unternehmen wirklich etwas zu bewegen. Was die Performance der Chefs angeht, liegen CEOs, die von außen kommen, deutlich besser als interne Gewächse. Sie erwirtschafteten im deutschsprachigen Raum 2010 eine Aktienrendite von 12,5 Prozent, während es bei den Eigengewächsen lediglich 0,8 Prozent waren. Randnotiz: CEO ist nach wie vor ein Männer-Job. Bei den 291 Wechseln, die es 2010 an den Spitzen der 300 größten börsennotierten Konzerne gab, wurden lediglich zehn Frauen berufen – drei davon sogar nur als Interimslösung.

Chefs von heute sind jünger – und gehen früher, HB 25.5.11

[Quelle/Source (Link): Chefsessel: Immer jünger, immer kürzer]

Leave a Reply

*