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Kaffeepause: “Work Hard – Play Hard”

Auch der fleißigste Entrepreneur muss mal Pause machen, Leute! Hier also eine kleine Ablenkung für alle, die sich fragen, warum man schon wieder bis spät Abends im hippen Büro sitzt und der Kollege vom Amt schon seit dem frühen Nachmittag Feierabend hat. Die junge Regisseurin Carmen Losmann fragte sich das auch und hat daraus einen angenehm unprätentiösen Film gemacht: “Work Hard – Play Hard”.

Kaffeepause, Gründerszene, lustig, witzig

Optimieren bis zum Anschlag

“Work Hard – Play Hard” ist nicht nur das meistgestochene Tattoo-Motiv im Frankfurter Bankenviertel, sondern auch der Titel eines bedrückenden Dokumentarfilms. Die junge Filmemacherin Carmen Losmann zeigt in ihrem ruhigen Film einen Ausschnitt aus der Arbeitswelt im 21. Jahrhundert. Arbeitskräfte scheinen nur noch als Humankapital im wirtschaftstheoretischen Sinn wahrgenommen zu werden, es gilt maschinengleiche Optimierung bis zum Anschlag.

“Manchmal bin ich ein wenig zu verbissen”

Zwar portraitiert der Dokumentarfilm überwiegend die Arbeitsatmosphäre in Großkonzernen wie Unilever oder Deutsche Post, doch ist die Grundeinstellung zur Abeit und dem Wert des Mitarbeiters als Persönlichkeit auch für das kleinste Startup relevant. Losmann begleitet junge Aufsteiger beim obligatorischen Teambuilding im Klettergarten, hört sich die beinahe kabarettistischen Gespräche während eines Assessment-Centers an und lässt sich erklären, warum der “kulturelle Wandel nachhaltig in die DNA eines jeden Mitarbeiters gepflanzt” werden sollte.

Die Regisseurin verzichtet auf provokative Kommentare zwischen den Szenen und wahrt eine angenehm undogmatische Haltung. Eine umfassendere Rezension findet sich auf dem Blog des enorm-Magazins.

Spielzeiten am Wochenende

Gutes Wetter hin oder her: Wer sich den Film direkt am Wochenende anschauen möchte, findet in Berlin, München, Hamburg oder auch Köln sicher ein angenehmes Programmkino. Im Anschluss können dann immer noch die Beine im Park hochgelegt werden und man darf sich darüber freuen, dass endlich Wochenende ist.

“Work Hard – Play Hard”

Dokumentarfilm, 2011, D, 94 Min.

Regie: Carmen Losmann
Drehbuch: Carmen Losmann
FSK: ohne Altersbeschränkung
Länge: 94 Min. (1 Std. 34 Min.)

[Quelle/Source (Link): Gründerszene.de – Infos für Gründer, Unternehmer, StartUps]