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Wachstum ist eine Frage der Entwicklung

Die FAZ geht in einem Interview mit Erich Harsch, dem Vorsitzenden von dm, wieder einmal der Frage nach, warum die von dem Anthroposophen Götz Werner gegründete Drogeriekette über die Maßen erfolgreich ist – und das, obwohl sie gängige Businessprinzipien auf den Kopf stellt. So wird Harsch nicht müde zu betonen: "Mit Geld motiviert man nicht." Deshalb hat das Unternehmen sich auch nicht etwa einen Wachstumskurs auf die Fahnen geschrieben, sondern spricht lieber von Entwicklung – ein Unterschied, der Folgen hat. "Unser Ziel heißt Entwicklung, Wachstum kommt dann meistens von selbst. … Bei dm ist alles eine Frage der Haltung. Es geht nicht darum, den Gewinn zu maximieren, sondern den Kundennutzen. Man kann nur so oder so ticken. Wenn viele glückliche [Kunden] kommen, kommt auch der Erfolg", sagt Harsch. Auch zum Thema Mitarbeitermotivation äußert der dm-Mann sich kompromisslos: "Unmotivierte Mitarbeiter können Sie auch mit Geld nicht ändern. Wir glauben daran, dass die persönliche Freude daraus kommt, dass man gestalten kann. Bonussysteme, die unterstellen, dass sich einer nur bewegt, wenn man ihm eine Wurst vorhält, sind menschenverachtend." Mit dieser klaren Linie ist dm über die Maßen erfolgreich – allein 2011 soll der Umsatz auf mehr als sechs Milliarden Euro steigen. Auch was die Rendite angeht, grenzt dm sich von der Konkurrenz ab, denn das Unternehmen gibt sich mit einem Prozent Rendite zufrieden. "Die Frage ist doch, was mache ich mit dem Gewinn? Geht das Geld raus oder sorge ich dafür, dass sich der Überschuss infolge von sinnvollen Investitionen in Grenzen hält. Wir haben uns für den zweiten Weg entschieden", so Harsch.

"Mit Geld motiviert man nicht", FAZ 15.4.11 [Quelle/Source: http://www.zenpop.de/blog/index.php?entry=entry110420-080349]

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