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Warum es so wichtig ist, die richtigen Fragen zu stellen

Die richtigen, starken Fragen ermächtigen dich statt dich zu schwächen.

© Fotowerk

Tony Robbins sagt, dass das Denken ein Prozess ist, bei dem man sich Fragen stellt und beantwortet. Er betont hierbei die Wichtigkeit, sich die richtigen Fragen zu stellen um auch die richtigen Antworten und somit die richtigen Resultate zu bekommen. Ich stimme ihm da zu. Die meisten Menschen stellen lausige Fragen, die ihre Resultate verkrüppeln. Lausige Fragen führen deinen Fokus weg von dem, was du willst und hin zu dem, was du nicht willst. Und da wir uns jeden Tag in Gedanken Fragen stellen und beantworten, haben diese auch so große Macht über unsere Resultate.

Hier sind ein paar Beispiele für schwache und starke Fragen:

Wenn man früh aufwacht

Schwach:

“Kann ich nicht einfach weiterschlafen? Sollte ich zurück ins Bett?”

Stark:

“Was wäre der beste Weg meinen Tag zu beginnen? Wie kann ich mich motivieren? Wo finde ich jetzt etwas Inspirierendes oder Motivierendes zum Lesen?”

Wenn man überlegt Sport zu machen (und sich unmotiviert fühlt)

Schwach:

“Ist es zu warm/kalt für Sport? Kann ich heute nicht mal aussetzen? Was ist schon der große Unterschied, wenn ich mal einen Tag aussetze? Habe ich mir nicht eine Pause verdient?”

Stark:

“Wäre es nicht ein tolles Gefühl, wenn ich danach dusche? Was kann ich mir während des Trainings anhören? Wäre es nicht toll, endlich meine Fitness-Ziele zu erreichen? Wie kann ich das Training noch unterhaltsamer gestalten?”

Wenn man seine Ernährung verbessern möchte

Schwach:

“Welche Nahrungsmittel muss ich dafür aufgeben? Wie komme ich mit dem Verzicht klar? Muss ich das dann für immer so machen?”

Stark:

“Welche Nahrungsmittel, die ich jetzt schon mag, kann ich dann noch mehr essen? Mit welchen neuen Nahrungsmitteln kann ich experimentieren? Wäre es nicht toll, wenn ich endlich mein Wunschgewicht erreiche? Wäre es nicht wunderbar, wenn ich diesen Bereich meines Lebens ein für alle mal in den Griff bekomme? Wenn ich das einmal geschafft habe, wem kann ich dann damit noch helfen?”

Kurz vor Feierabend

Schwach:

“Habe ich genug gemacht um heute einen frühen Feierabend zu rechtfertigen? Ist es an der Zeit aufzuhören? Kann ich das morgen fertig machen?”

Stark:

“Was mache ich als Nächstes? Wie kann ich noch einen Punkt von meiner To-Do-Liste streichen? Wieviel mehr kann ich heute noch schaffen?”

Wenn man Zeit mit den Kindern verbringt

Schwach:

“Warum muss ich mich soviel um die Kinder kümmern? Wie kann ich verhindern, dass die Kids mir heute Abend den letzten Nerv rauben? Wie kann ich sie mit dem wenigsten Aufwand ruhigstellen? Wie früh kann ich sie ins Bett stecken?”

Stark:

“Wie kriege ich es hin, dass die Kinder mich voller Energie verlassen? Was schätze ich am meisten an meinen Kids? Was würde ich heute Abend gerne mit ihnen machen? Was würde passieren, wenn ich meine Kids entscheiden lasse, wie wir unsere gemeinsame Zeit verbringen wollen?”

Wenn man sich in einer ungewohnten, sozialen Situation befindet

Schwach:

“Wie vermeide ich, wie ein Idiot auszusehen? Worüber sollte ich reden? Wie kann ich verhindern zu nervös oder schüchtern zu wirken? Wie habe ich mich nur in diese Lage gebracht? Wie komme ich da wieder raus?”

Stark:

“Wäre es nicht lustig, einige neue und interessante Menschen zu treffen? Wenn ich da jemanden sehe, der etwas schüchtern ist, wie kann ich ihm dann helfen, sich wohler zu fühlen? Was könnten die anderen Leute bei diesem Event mit mir gemeinsam haben?”

Wenn man sich depressiv, ängstlich oder auf andere Weise schlecht fühlt

Schwach:

“Warum fühle ich mich so schlecht? Warum kann ich nicht glücklich sein? Warum fühle ich mich nie richtig wohl?”

Stark:

“Wie kann ich mich aufmuntern? Mit wem kann ich reden um mich wohler zu fühlen? Was kann ich lesen oder anhören, dass mich inspirieren würde? Versuchen diese Gefühle mir etwas zu sagen – sollte ich vielleicht etwas über sie aufschreiben? Wie lange kann ich ein falsches Lächeln halten, bevor es mich dazu zwingt, mich wieder gut zu fühlen?”

Was ist der Unterschied?

Schwache Fragen entmachten dich. Sie richten deinen Fokus auf dein Ego, deine Probleme und deine Unzulänglichkeiten. Schwache Fragen halten deinen Fokus auf dem, was falsch ist… oder was nicht funktioniert. Das mag erstmal wie eine gute Idee aussehen, aber das führt nur dazu, dass die Situation, die du verändern willst, bekräftigt wird. Schwache Fragen verleitet dein Hirn dazu, sich Antworten auszudenken, die nutzlos sind, sich im Kreise drehen oder sogar destruktiv sind.

Und doch machen schwache Fragen süchtig. Auf den ersten Blick mögen sie hilfreich wirken, aber das ist der Grund, warum sie so heimtückisch sind. Du denkst vielleicht, wenn du depressiv bist, das es das beste wäre, dich zu fragen

“Warum bin ich so depressiv?”

Wenn du das Problem vielleicht diagnostizieren könntest, dann könntest du dich vielleicht auch heilen. Aber so funktioniert das nicht. Wenn du dich in einem negativen Zustand oder einer negativen Situation befindest, dann denkst du zuallerst schonmal nicht klar. Du bist nicht in der Lage, die ich selbst akkurat zu diagnostizieren. Effektiv bist du blind. Insofern sind die Antworten darauf auch wertlos. Im besten Fall findest du eine temporäre Lösung, aber die zugrundeliegende Ursache bleibt bestehen und das Problem taucht nur kurz ab und später wieder auf – manchmal in einer anderen Form. Dich zu fragen, warum du depressiv bist, füttert deine Depression nur noch mehr. In dem Moment, wo du das “Warum?” beantwortest, hast du deiner Depression auch noch eine Geschichte oben drauf gepackt. Das geht viel weiter, als wenn du deine Depression nur anerkennst und versuchst etwas dagegen zu unternehmen.

Starke Fragen ermächtigen dich. Sie sorgen dafür, das du dich auf Lösungen fokussierst und auf das, was du kontrollieren kannst. Wenn du dich auf das konzentrierst, was du machen kannst, dann vermeidest du, dich durch zuviel Analyse selbst zu lähmen. Im Endeffekt ist richtiges Denken der Weg aus einer negativen Situation. Falsches Denken führt dich nur im Kreis herum. Richtiges Denken führt zu Aktion.

Nochmal zurück zu dem Beispiel mit der Depression: das Erste, was du machen musst, ist, dich in einen positiveren emotionalen Zustand zu versetzen. Und mit etwas Übung klappt das auch innerhalb weniger Minuten – es geht auch innerhalb von Sekunden, wenn du dich mit NLP (Neurolinguistisches Programmieren) beschäftigt hast. Starke Fragen helfen dir dabei, deinen Fokus weg von der Depression und den Gedanken, die sie verstärken und hin zu Aktion zu führen. Wenn du zuviele Gedanken auf das konzentrierst, was du nicht kontrollieren kannst und nicht willst, dann ist Depression eine natürliche Konsequenz. Wenn du andere Fragen stellst, die sich darauf konzentrieren, was du kontrollieren kannst und möchtest, dann wird sich die Depression auflösen.

Mittelmäßige Resultate entstehen größtenteils durch mittelmäßige Fragen. Großartige Resultate entstehen, wenn du dir großartige Fragen stellst. Wenn du die Resultate, die du bekommst, nicht magst, dann versuch doch mal völlig andere Fragen zu stellen, als die, die gewohnheitsmäßig stellst. Stell Fragen, die deinen Fokus auf deine Ziele richtet statt weg von ihnen. Stell Fragen, die es dir erlauben, die Freuden in deinem Leben zu vergrößeren statt die Schmerzen zu vertiefen.

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