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Auch “Sinn”-Arbeiter streben nach Karriere und gutem Gehalt

Rund 39 Prozent der deutschen Arbeitnehmer wünschen sich einen Job, mit dem sie einen tieferen Sinn verbinden, doch betrachtet man die Situation in sozial orientierten Unternehmen, so zeigt sich, dass diese sich schwer tun, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Die Organisation Ashoka, die ihre Arbeit dem sozialen Unternehmertum widmet, hat gemeinsam mit der Unternehmensberatung McKinsey untersucht, warum qualifizierte Kräfte den Sozialsektor meiden. Von den befragten 1.800 Personen im Alter zwischen 18 und 80 Jahren mit abgeschlossener Berufsausbildung zeigten sich 60 Prozent über die Karrieremöglichkeiten in diesem Bereich als informiert. Doch nur acht Prozent unter ihnen würden auch für ein Unternehmen der Branche arbeiten wollen, unter den Berufseinsteigern sogar nur vier Prozent. Grund für die Zurückhaltung ist in den meisten Fällen das liebe Geld, denn 63 Prozent gaben an, ihren Job nicht zugunsten einer sozialeren Beschäftigung aufzugeben, wenn sie dadurch weniger verdienten. Bei Einsteigergehältern von rund 25.000 Euro, 35.000 Euro für Berufserfahrene und Bruttojahreseinkommen zwischen 45.000 und 80.000 Euro für Führungskräfte ist das Gefälle zur freien Wirtschaft vergleichsweise groß. Die Sozialunternehmen verzichten bei der Mitarbeitersuche häufig auf Headhunter, Jobanzeigen und Einträge in Karriereportalen und rekrutieren eher in ihrem direkten Umfeld, so dass potentielle Bewerber oft gar nicht erreicht werden.

Will keiner einen sinnvollen Job? Zeit online 22.2.13

[Quelle/Source (Link): think.work.different — Das Weblog für authentisches und integrales Business]