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Mundpropaganda ist immer noch vorwiegend ein Offline-Phänomen

Vor einem guten Jahr hat die trnd AG eine Studie veröffentlicht, aus der hervorging, dass die überwältigende Mehrheit der Mundpropaganda, die zwischen Menschen ausgetauscht wird, offline passiert. Ein gutes Jahr später wurde wiederum eine große Gruppe von Konsumenten (7792 Teilnehmer, Durchschnittsalter: 29,6 Jahre, 75 % Frauen) befragt, um zu sehen, was sich durch das rasante Wachstum der verschiedenen Webplattformen (Facebook, Tumblr) geändert haben könnte. Die Antwort? Online hat sich verdreifacht, bleibt aber auf niedrigem Niveau – weiterhin werden 84% der Mundpropaganda nicht im Social Web ausgetauscht.

Für die Befragung wurde die “Critical Incident Methode” verwendet – das bedeutet: die Teilnehmer wurden gebeten, sich an eine bestimmte Gelegenheit zu erinnern. Konkret: wann sie das letzte Mal Meinungen oder Informationen von anderen erhalten haben; anschließend wurden ihnen dazu verschiedene Fragen vorgelegt. Beachtet werden muss das relativ niedrige Durchschnittsalter der Teilnehmer. In höheren Altersgruppen mit niedrigerer Online-Affinität wird der Anteil online ausgetauschter Mundpropaganda vermutlich noch niedriger sein.

Ich habe im Rahmen eines Social Media Vortrages gestern von diesen Ergebnissen berichtet und in relativ “lange Gesichter” einiger Social Media Experten geschaut, die mir zuhörten. Aber ich hatte auch tröstende Worte für die Zunft der Social Media Berater übrig: Die Messbarkeit und Nachverfolgung (auch rückwirkend) hinsichtlich von Weiterempfehlungen ist im Web deutlich einfacher und besser möglich als im Offline-Bereich. Und zudem nimmt der Trend deutlich zu, so dass immer mehr Firmen auf den Social Media Zug aufspringen werden. Denn Social Media ist noch viel mehr als ein Mundpropaganda-Tool.

Aber o.g. Ergebnisse zeigen, dass Mundpropagande immer noch ein Offline-Phänomen ist und die Herausforderung weiterhin darin besteht, die Messbarkeit und Nachverfolgung zu verbessern. Für uns ist es z.B. selbstverständlich, bei jedem Neukunden nachzufragen, über welchen Kanal oder Empfehlung er auf uns aufmerksam geworden ist. Als Gegencheck sprechen wir auch regelmäßig mit unseren wichtigsten Empfehlungsgebern, um zu prüfen, welche Empfehlungen von ihnen ausgesprochen wurden. Denn längst nicht jeder Kunde kann sich noch daran erinnern, von wem er die Empfehlung bekommen hat.

[Quelle/Source (Link): www.best-practice-business.de/blog]