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Keine Erfahrung im Hinfallen und Wieder-Aufstehen

Mancher Führungsnachwuchs ist “zu arrogant zum Scheitern”, so die ernüchternde Erkenntnis einer Kienbaum-Studie. Kienbaum-Geschäftsführer Erik Bethgenhagen bemängelt eine fehlende Balance zwischen fachlicher und persönlicher Kompetenz bei den jungen Führungskräften. Verkürzte Schul- und Studienzeiten hätten dazu beigetragen, dass für die Erfahrung von Versuch und Scheitern während der Ausbildung kaum Raum bleibe: “Das gilt vor allem im persönlichen Bereich. Scheitern als Prozess des Hinfallens, aber auch des Wiederaufstehens und Weitergehens wird von den ganz Jungen so kaum erlebt und damit auch nicht gelernt.” Das führe zu einer Selbstüberschätzung, die mögliche Überforderungen oder Nichtwissen negiere: “Nach unseren Erkenntnissen scheitern Potenzialträger dann, wenn sie ohne konkrete Erfahrungen und ohne sich eine Aufgabe genau anzuschauen, ganze Projekte an sich reißen, eventuell sogar neue Standards einführen und sich selbst schlicht überfordern. Häufig ist es dann so, dass der High Potential die Aufgabe aufgrund mangelnder Erfahrung einfach nicht lösen kann – und mangelnde Selbstkritik gepaart mit übersteigerter Erwartung und Zeitdruck machen ihn unfähig, seinen Fehler zu erkennen – und daraus zu lernen.” Bethkenhagen mahnt, die Erfahrung der Reife im Business wieder mehr zu schätzen – und die brauche vor allem Zeit.

“Manche sind zu arrogant zum Scheitern”, Manager Magazin 2.2.12

[Quelle/Source (Link): think.work.different — Das Weblog für authentisches und integrales Business]

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