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FIM-Studie: 79% der Eltern fühlen sich nicht sehr medienkompetent

Fast alle Familien in Deutschland haben einen Fernseher, ein Radiogerät, ein Handy und einen Internetzugang. Unterschiede gibt es nur noch bei der Ausstattung mit Tablets wie dem iPad, Spielkonsolen und MP3-Playern. Dabei sind Familien mit älteren Kindern stärker mit Spielkonsolen und MP3-Playern ausgestattet. Jüngere Familiensind eher mit Tablets ausgestattet und schreiben sich mit immerhin 21 Prozent selbst zu sehr medienkompetent zu sein. Herausgefunden hat dies der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest in der neuen FIM-Studie: Familie, Interaktion & Medien. Die Studie bietet aktuelle Erkenntnisse zur Kommunikation und Interaktion in deutschen Familien sowie repräsentative Ergebnisse zur Mediennutzung im Familienkontext. Für die Untersuchung wurden 260 Familien mit Kindern zwischen drei und 19 Jahren in ganz Deutschland ausgewählt und persönlich befragt. Ein Instrument war ein Tagesbuch, das von den Familienmitgliedern sechs Wochen lang geführt wurde.Im Kinderzimmer haben bereits 23 Prozent der unter 12-Jährigen und 57 Prozent der 12- bis 19-Jährigen einen Fernseher. Mit 56 Prozent haben fast genauso viele Jugendliche einen eigenen Computer mit Internetzugang, hier sind es bei den Kindern bis 12 Jahre allerdings nur elf Prozent.  Die Studie beleuchtet erstmalig auch die sogenannten Medienbiographien. Demnach beginnt die Nutzung der Medien in unterschiedlichen Altersstufen und verändert sich mit zunehmendem Alter. So beginnt der Fernsehkonsum mit durchschnittlich vier Jahren und nimmt dann nur noch langsam zu. Die Internetnutzung beginnt hingegen wesentlich später, mit etwa 10 Jahren, nimmt dann aber so rasant zu, dass sie bei den Jugendlichen eine ähnliche Stellung einnehmen kann wie die Fernsehnutzung. Interessant ist die unterschiedliche Nutzung der vorhandenen Medien nach den Bildungsstand der Eltern. Während es  beim Fernsehen, Radiohören und Telefonieren  kaum Unterschiede gibt, klaffen Nutzung von Internet und Zeitungen stark auseinander. Nur 63 Prozent der Eltern mit einem niedrigen Bildungshintergrund nutzen das Internet mehrmals in der Woche, bei den Akademikern sind es 83 Prozent. Sehr ähnlich ist das Ergebnis für die Nutzung von Zeitungen, so lesen 60 Prozent der Eltern mit niedrigem Bildungsstand Zeitung und 78 Prozent der Akademiker.Während 58 Prozent der Eltern angeben, dass sie mehrmals in der Woche mit ihren Kindern über aktuelle Themen aus dem Fernsehen reden und dies auch 64 Prozent der Kinder bestätigen, sprechen jedoch nur 34 Prozent der Eltern mit ihren Kindern über das Internet, dies bestätigen auch die Kinder, bei denen 30 Prozent angeben, dass ihre Eltern mit ihnen regelmäßig über das Internet sprechen.  Dazu kommt, dass nur 13 Prozent der Eltern angeben mit ihren Kindern regelmäßig zusammen ins Internet zu gehen.  Allerdings kann sich von diesen 13 Prozent nur ein Drittel erinnern welche Seiten sie mit ihren Kindern überhaupt angeschaut haben.

[Quelle/Source (Link): www.digitallernen.de: Neuste Beiträge]

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