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Gehaltszufriedenheit ist eine relative Größe

Wie zufrieden Menschen mit ihrem Einkommen sind, ist nicht allein eine Frage des absoluten Einkommens, sondern immer auch eine des Vergleichs. Verdienen Menschen im Vergleich zu Personen, die etwa gleich alt sind, einen ähnlichen Job ausüben und eine ähnliche Ausbildung haben, mehr, macht sie das glücklicher. Liegt das Einkommen jedoch unter dieser intuitiv gewählten Vergleichsgruppe, ist leicht Frust die Folge – selbst wenn das Gehalt vielleicht auskömmlich ist. Eine interessante Facette: Wer mehr verdient als vergleichbare Arbeitnehmer, schreibt das meist den eigenen Fähigkeiten zu, während die Wenigerverdiener die Schuld eher beim Chef suchen, von dem sie sich ungerecht behandelt fühlen. Und: Jüngere Arbeitnehmer fühlen sich durch ältere Kollegen, die mehr verdienen, eher angespornt – wohl weil sie auf einen vergleichbaren Gehaltssprung in der Zukunft hoffen. Etwa ab Mitte 40 kippt diese Perspektive hingegen – dann werden gleichaltrige Besserverdiener schlicht zum Ärgernis.

Hauptsache, ich kriege mehr als du, Spiegel online 21.1.13

[Quelle/Source (Link): think.work.different — Das Weblog für authentisches und integrales Business]