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A Blog Post

Stofftiere auf Basis von Kinderzeichnungen: Eine Idee, viele Ausführungen

Erstmals habe ich im Mai 2012 hier im Blog über die Geschäftsidee berichtet, auf der Basis von Kinderzeichnungen Stofftiere zu erstellen. Wendy Tsao machte aus dieser Idee schnell ein kleines florierendes Geschäft. Da sie sehr schnell nicht mehr damit nachkam, die große Nachfrage zu befriedigen, präsentiert sie auf ihrer Webseite die Arbeiten von anderen Künstlern und verlangt dafür eine Listinggebühr. Stattdessen hätte sie auch ihr eigenes Label stärken können und Aufträge an Dritte abgeben können, um an jedem Kunstwerk verdienen zu können.

Ein Gründer aus Deutschland hat sehr wohl die Chance erkannt, auf Basis dieser Idee “Massenproduzent” zu werden und ein “richtiges” Unternehmen aufzubauen. Es handelt sich um Andreas Gaap, der vor kurzem die Ella & Paul GmbH gegründet hat. Andreas Gaap bastelt nicht selber, sondern gibt die Arbeiten in Auftrag, wie er auf seiner Webseite beschreibt: “Die Kuscheltiere werden von professionellen Näherinnen in Heimarbeit in Litauen angefertigt. Eine zentrale Stelle koordiniert die Produktion und den Materialvorrat vor Ort.” Gefunden bei egoo

Soweit, so gut. Nur was lese ich weiter? Ella & Paul schreibt folgendes zur Entstehung der Idee: “Wenn das eigene Kind zum ersten Mal etwas Erkennbares malt, ist das für viele Eltern ein besonderer Moment. So erlebte es auch der Gründer der Ella & Paul GmbH. Dabei kam er auf die Idee, aus der Zeichnung seines Kindes ein Stofftier fertigen zu lassen. Andreas Graap informierte sich dazu im Internet und bemerkte, dass es keinen professionellen Anbieter in diesem Segment gab. Er entschloss sich deshalb zur Gründung eines eigenen Unternehmens.”

Das klingt jetzt aber zu sehr nach Legendenbildung. Denn meine Leser wissen, dass es mit Kids & Creation schon seit Sommer 2012 ein Copy Cat der Ursprungsidee in Deutschland gibt. Aus meiner Sicht hätte sich Andreas Graap keinen Zacken aus der Krone rausbrechen müssen, indem er offen zugegeben hätte, dass es schon Vorbilder für seine Idee gibt und er jetzt die Idee weiterentwickelt hat. Wir wissen doch schon lange, dass es nicht wirklich viele neue Ideen gibt, aber es auch eine große Leistung ist, eine gute Idee weiter zu entwickeln. Mein Aufruf: Mehr Ehrlichkeit würde der deutschen Copy Cat Szene gut zu Gesicht stehen.

[Quelle/Source (Link): www.best-practice-business.de/blog]