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Motivation durch Selbsterkenntnis

Was treibt Sie an3

Sich selbst motivieren können ist eine sehr, sehr nützliche Fähigkeit. Es gibt nun mal diese Aufgaben. Diese Aufgaben, die wir tun sollten, weil sie gut für uns wären, und zu denen wir uns trotzdem nicht aufraffen können. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Ihnen da spontan so eine ungeliebte Aufgabe einfällt, die Sie gerade ein bisschen verfolgt :-)

Wie wäre es jetzt, wenn Sie sich selbst austricksen könnten, so dass Sie unangenehme, aber notwendige Aufgaben einfach erledigen würden?

Das geht tatsächlich.

Aber dazu ist erst einmal eine kleine Dosis Selbsterkenntnis notwendig. Sie müssten zuerst beleuchten, was genau Sie in der Vergangenheit trotz Unlust ins Handeln gebracht hat. Und was Sie im Gegenzug eher demotiviert.

Oder anders gesagt: Sie müssten Ihre ganz persönlichen Motivations- und Demotivationsfaktoren herausfinden. Und sobald Sie diese erkannt haben, können Sie dieses Wissen gezielt einsetzen, um sich zum Handeln zu bringen.

Was ich immer interessant finde, ist, dass wir alle ganz unterschiedliche Motivationsfaktoren haben. Während sich zum Beispiel viele Menschen durch äußeren Druck motivieren lassen, bekommen andere unter Druck gar nichts mehr auf die Reihe. Oder dem einen fällt es im Team ganz einfach, loszulegen. Und andere starten eher richtig durch, wenn sie alleine arbeiten können.

Jeder von uns hat andere Motivationsfaktoren. Deswegen helfen allgemeingültige Motivationstipps oft nicht, weil eben jeder von uns anders tickt.

Bei mir hilft Druck zum Beispiel besonders gut, insbesondere Termindruck. Letzte Woche stand bei mir auf der Aufgabenliste, dass ich noch einen Anstellungsvertrag fertig machen musste. Und sagen wir mal so: Diese Art von Aufgaben gehört nicht zu meinen Lieblingstätigkeiten. Dementsprechend habe ich diese Vertragsgeschichte auch schon gut eine Woche vor mir hergeschoben.

Als es mir dann mit mir selbst zu bunt wurde, habe ich einfach zum Telefon gegriffen und einen kurzfristigen Termin mit meinem Anwalt gemacht, um dann den Vertrag durchzusprechen. Und weil ich ja schlecht ohne Vertrag bei meinem Anwalt auftauchen kann, habe ich mich dann am gleichen Tag hingesetzt und die Sache hinter mich gebracht.

Das ist ein Trick, mit dem ich mich selbst ins Handeln bringe. Ich setze mir einen Termin und treffe eine Verabredung mit einem anderen Menschen, dass ich die Aufgabe bis dahin erledigt habe. Und weil ich nach außen natürlich nicht als unzuverlässig dastehen möchte, erledige ich es dann.

So nutze ich also das Wissen um meine eigene Motivationsstruktur, um mich selbst bei doofen, aber notwendigen Aufgaben ins Handeln zu bringen.

Und das können Sie auch machen. Jetzt ist nur die Frage:

Was genau sind Ihre Motivationsfaktoren? Was treibt Sie an? Was bringt Sie ins Handeln? Wann starten Sie durch, auch wenn Sie zu der Aufgabe eigentlich keine Lust haben?

Hier habe ich mal einige gängige Umstände und Faktoren gesammelt, die uns Menschen motivieren oder demotivieren könnten. Schauen Sie sich die Liste doch mal durch und überlegen Sie, was davon auf Sie zutreffen könnte.

Und hier die Liste mit den Motivationsfaktoren:

  • Anderen zuschauen – oft bekommen wir Lust auf eine Tätigkeit, wenn wir andere dabei beobachten, wie sie diese Sache tun.
  • Alleine handeln – fällt es Ihnen einfacher, etwas anzufangen, wenn Sie es alleine tun dürfen, statt es mit anderen tun zu müssen?
  • Gemeinsam mit anderen – oder können Sie eher beginnen, wenn Sie die Sache mit anderen Menschen gemeinsam angehen?
  • Neues tun/experimentieren – haben Sie größere Lust, anzufangen, wenn Sie etwas noch nie getan haben? Und wenn Sie experimentieren, dazulernen und ausprobieren können?
  • Sich auskennen – oder können Sie eher durchstarten, wenn Sie die Sache schon 10-mal erfolgreich getan haben?
  • Gute Vorbereitung – brauchen Sie eine gründliche Vorbereitung, bevor Sie guten Gewissens loslegen können?
  • Lösbare Aufgaben – motiviert es Sie, wenn Sie eine Aufgabe für einfach lösbar halten?
  • Schwierige Aufgaben – oder motivieren Sie eher Herausforderungen, also anspruchsvolle und schwer lösbare Aufgaben?
  • Wettkampf und Konkurrenz – reizt es Sie, wenn Sie gegen andere antreten und wenn Sie sich beweisen können?
  • Miteinander und Kooperation – oder motiviert Sie eher das Miteinander, Teamwork und das Gefühl, Teil eines Teams zu sein?
  • Gutes Gefühl bei der Aufgabe – müssen Sie sich während der Aufgabe wohlfühlen, um zum Weitermachen motiviert zu sein?
  • Sich durchbeißen müssen – oder motiviert es Sie, wenn Sie sich selbst überwinden und sich durchbeißen müssen?
  • Anerkennung/Gefallen wollen – fangen Sie an, weil Sie anderen etwas beweisen, es jemandem zeigen oder jemandem gefallen wollen? Oder motiviert es Sie, wenn Sie Lob und Anerkennung bekommen?
  • Belohnung – starten Sie einfacher, wenn eine Belohnung winkt, sobald Sie die Aufgabe erreicht haben?
  • Bestrafung – oder lassen Sie sich einfacher von einer möglichen Bestrafung oder negativen Konsequenz motivieren, die folgt, wenn Sie die Sache nicht erledigen?
  • Nahe Termine – motiviert es Sie, wenn die Zeit zur Aufgabenerfüllung langsam knapp wird?
  • Zeit haben – oder motiviert es Sie eher, wenn Sie ganz viel Zeit haben und ganz in Ruhe an der Sache arbeiten können?
  • Die Aufgabe an sich – gibt es bestimmte Aufgaben, zu denen Sie grundsätzlich motiviert sind? Wenn ja, was macht die Aufgaben aus und wie können Sie die bestimmte Qualität dieser geliebten Aufgaben auf ungeliebtere Aufgaben übertragen?
  • Sinn – bringt es Sie einfacher ins Handeln, wenn Sie sich den Sinn und Zweck der Aufgabe klarmachen? Wenn Sie also das „Warum?“ kennen?
  • Bestimmte Umstände – gibt es sonst noch bestimmte Umstände, die es Ihnen einfacher machen, ungeliebte Aufgaben zu erledigen? Wenn ja, was sind das für Umstände?

Es gibt natürlich noch viele weitere Motivationsfaktoren. Vielleicht machen Sie sich mal in Ihrer Vergangenheit auf die Suche nach den Dingen, Umständen und Faktoren, die Sie durchstarten lassen.

Und sobald Sie Ihre persönlichen Motivationsfaktoren gefunden haben, können Sie diese Faktoren nutzen, um sich selbst ins Handeln zu bringen. Brauchen Sie zum Beispiel Sinn, um ins Handeln zu kommen, dann fragen Sie sich, warum Sie etwas tun wollen. Oder erledigen Sie Dinge am besten im Team, dann bitten Sie einen Freund oder eine Freundin um Hilfe.

Sobald Sie Ihre Motivationsfaktoren kennen und sobald Sie sie nutzen, kann Sie praktisch nichts mehr stoppen.

© Zeit zu leben

[Quelle/Source (Link): Zeit zu leben]

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